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#1

Puch Maxi wird neu aufgebaut!

in Tutorials & Berichte 28.02.2006 16:24
von LevithianModerator | 27 Beiträge

Moin!,

besteht hier Interesse an einem Bericht wie ich mein Puch Maxi Mofa neue aufbaue, worauf zu achten ist etc? Ich werde einiges an Text und auch nen paar Bilder benutzen. Ich möchte aber dazu sagen, das immer wieder etwas dauern kann bis neue Beiträge erscheinen.
Ich erwarte ernsthafte Antworten und nicht nur "3-Zeiler", bittet haltet mich jetzt nicht für arrogant aber sonst ist es die Mühe nicht wert!

Mfg Levithian


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#2

RE: Puch Maxi wird neu aufgebaut!

in Tutorials & Berichte 10.03.2006 11:08
von LevithianModerator | 27 Beiträge
Also ihr wollt also aus euren vllt alten und mit wenig Liebe behandeltes Puch Mofa wieder ordentlich Leistung rausholen?

Zunächst einmal ist es wichtig das ihr das passende Spezial-Werkzeug habt. Ich liste hier nocheinmal was ihr alles braucht:

1. Zündkerzenschlüssel
2. Polradabzieher
3. Evtl. braucht ihr noch einen Kupplungsabzieher was aber eher unwahrscheinlich ist.

1. Als erstes müßt ihr mit dem Zündkerzenschlüssel die Zündkerze rausdrehen. Sollte das nicht gehen bzw bietet sie großen Widerstand, laßt sie erstmal drin. Später kann man sie noch einfacher lösen. Später schreibe ich wie.

2. Der nächste Schritt ist den Motor auszubauen. Ich empfehle euch mit den Motor nur in einer Umgebung zu arbeiten in der keine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht (Rostgefahr!). Desweiteren solltet ihr den Motor vorerst auf ein paar alten Tüchern legen da früher oder später Getriebeöl austreten wird.

3. Nun müßt ihr 4 Kreuzschrauben (Getriebedeckel) und 13 Schlitzschrauben öffnen. Solltet ihr sie nicht lösen können weil sie festsitzen könnt ihr etwas "Kabumm" draufsprühen (Rost und Dreckentferner). Sollte es immer noch nicht geben, könnt ihr es mit folgendem Trick versuchen:

Besorgt euch eine "Grip Zange". Eine Gripzange hat eine Feder und kann selbständig einen frei einstellbaren Druck ausüben. Ihr spannt nun einen Kreuz bzw Schlitzschraubenzieher ein. Dadurch wird der "Hebelarm" länger, diejenigen unter euch die etwas Ahnung von Physik haben wissen inwiefern das ein Vorteil ist. Für alle anderen:
Dadurch das die Kraft die ihr ausübt einen längeren Weg geht (Schraubenuzieher + Gripszange) kann man mehr Kraft ausüben.
Nun sollte man die Schrauben öffnen können. Weiter unten habe ich ein Bild einer Gripzange angehangen.

4. Nachdem ihr alle Schrauben geöffnet habt müßt ihr das Polrad abziehen. Dafür dreht ihr den Polradabzieher bis zum Anschlag in das Polrad ein. Danach braucht man zwei Schlüssel in der passenden Größe. Mit dem ersten müßt ihr den Polradabzieher festhalten. Mit dem 2ten dreht ihr die Schraube im Polradabzieher hinein. Dann müßte das Polrad herauskommen. Achtet darfauf das ihr den s.g. Polradkeil gut aufhebt. Der Polradkeil ist ein kleines Metalstück das aussieht wie ein längerer Halbkreis. Der sitzt auf der Kurbelwellenachse auf der vorher das Polrad saß.

5. Danach seht ihr die Zündanlage. Sie ist mit drei Schrauben im Motorgehäuse befestigt. Diese müßt ihr lösen. Danach sollte sich die Zündanlage leicht abziehen lassen.

Das ist soweit der erste Teil. Der 2te wird am Wochenende folgen. Ich bitte um Verbesserungsvorschläge.
Mfg Levithian

Angefügte Bilder:
Gripzange.JPG

zuletzt bearbeitet 10.03.2006 11:14 | nach oben springen

#3

RE: Puch Maxi wird neu aufgebaut!

in Tutorials & Berichte 01.04.2006 12:56
von LevithianModerator | 27 Beiträge
So mit ein wenig Verspätung geht es nun weiter:

6. Nun müsst ihr die 4 Schrauben auf den Zylinderstehbolzen abschrauben. Ich empfehle dafür eine Ratsche. Falls ihr nicht wissen solltest was eine Ratsche ist: Unten ist ein Bild von einer Ratsche angehangen.

7. Nun müsst ihr den Zylinderkopf (wo vorher die Zündkerze drin war) vorsichtig abziehen.

8. Danach müsst ihr den Zylinder von den 4 Zylinderstehbolzen abziehen. Hierbei ist mit noch mehr Vorsicht zu arbeiten.

Wenn das geklappt habt seht ihr nun den Kolben, die Pleuelstange und einen Teil der Kurbelwelle. Die Einkerbungen links und recht im Motorgehäuse die auch in gleicher Form im Zylinder enthalten sind, nennt man Überströmer.

9. Anschließend könnt ihr eine der beiden Motorhälften von der anderen abziehen.

Diese Schritte sind alle notwendig wenn ihr eure Puch E 50 Automatik Motoren überholen wollt um ihnen ein bisschen mehr Leistung zu entnehmen. Ich weise darauf das ich keine Haftung übernehme für Schäden jeglicher Art die anhand dieses Tutorials verursacht werden.

Nun habt ihr den Motor weit genug auseinander genommen. Solltet ihr eine Tuningkupplung verbauen wollen, die im öffentlich Straßenverkehr verboten ist, bräuchtet ihr einen Kupplungsabzieher. Unten steht ein Link für einen Onlineshop wo ihr einen bestellen könnt.

Das Optimieren:

Für die folgenden Schritte müsst ihr euch etwas Zeit lassen und euch am besten eine weitere helle Lichtquelle besorgen.

1. Guckt euch den Kolben von allen Seiten an. Sollte er Riefen/Rillen an den der Außenseite haben, ist ein neuer erforderlich. Unten habe ich ein Bild angehangen das einen völlig unbrauchbaren Kolben zeigt.
Eine leichte schwarze/braune Färbung ist aber noch in Ordnung.

2. Guckt euch den Zylinder an, hat dieser Riefen/Rillen? Solltet ihr ein paar Laufspuren sehen können (wie Rillen/Riefen jedoch nur oberflächlich) ist das nicht weiter schlimm.
Sollte euer Zylinder sehr tiefer Rillen/Riefen haben ist ein neuer erforderlich. Vielleicht habt ihr gehört das man einen Zylinder neu “hohnen“ kann. Wenn man einen Zylinder neu hohnt erzeugt dieser wieder viel Leistung. Leider geht das nicht bei Puch Zylindern da diese eine Nikasil oder Hartchrom Beschichtung haben. Die Beschichtung würde irreversible beschädigt.

3. Nun geht es zur Zündung. Guckt euch die beiden Kontaktplättchen des Unterbrecherkontakts an. Sollten diese nicht mehr genau grade aufeinander aufliegen, oder ist eine Verfärbung sichtbar, so ist ein neuer erforderlich. Solltet ihr nicht wissen welcher Teil mit “Kontaktplättchen“ gemeint ist, seht euch das 2te Bild an was ich unten angehangen habe. Die beiden rot markierten Stellen zeigen sie.

3.2. Ihr könnt auch einen Blick auf die Kabel der Zündanlage werfen. Sollte eines gebrochen sein oder wenn man die Kabelseele (Der Metalldraht im Kabel) sehen kann müsst ihr diese Stelle abkleben. Oder im schlimmsten Fall müsst ihr das Kabel ersetzen. Hierfür sind Lötkenntnisse erforderlich.
So das war der zweite Teil. Vielleicht schreibe ich morgen den Dritten. Bitte berichtigt mich wenn ich irgendwo etwas falsches geschrieben haben sollte.

Hier noch die Links für gute Onlineshops:

Hier gibt es den Kupplungsabzieher: https://ssl.kundenserver.de/s116874685.e...ndex.shopscript
http://www.cycle-tech.ch
http://www.hubituning.ch
http://www.mopshop.de

Mfg Levithian

Angefügte Bilder:
Ratsche.JPG
Kolben.JPG
Unterbrecherkontakt.JPG

zuletzt bearbeitet 01.04.2006 13:04 | nach oben springen

#4

RE: Puch Maxi wird neu aufgebaut!

in Tutorials & Berichte 09.04.2006 10:15
von LevithianModerator | 27 Beiträge

Nun kommt der 3te Teil.

Im 1ten Teil schrieb ich ja das es einen Trick gäbe wenn man zufeste zündkerzen herausbekommt. Hier ist er: Ich braucht nur den Zylinderkopf auf ein Holzbrett zu legen das so groß ist das ihr euch darauf stelen könnt und den Zylinderkopf mit 4 Schrauben im Brett fest zuschrauben. Nun könnt ihr euch auf das Brett stellen und mit viel Kraft versuchen die Zündkerze rauszudrehen. Sollte das immer nochnicht gehen spannt ihr den Zündkerzenschlüssel in eine Gripzange ein und dann müßte es klappen.

Weiter mit der Optmierung:

1.Eine neue Zündkerze zukaufen kann nie schaden. Hattet ihr vor der Optimierung Probleme mit der Zündung kann man sich auch guten Gewissens einen neuen Zündkerzenstecker und ein Stück zündkabel kaufen. Früher oder später werdet ihr es so oder so brauchen.

2. Ein neuer Motordichtsatz kann auch nie schaden, besonders wenn ihr immer mit öl oder Benzintropfen zu kämpfen hattet.
3. Guckt euch das Ritzel gut an, ist es verbraucht hat es s.g. "Haizähne"? Eurer Ritzel hat Haizähne wenn die Zähne nicht mehr grade nach oben verlaufen sondern eine leichte Biegung haben. Dann ist ein neues von Nöten.
4. Neues Getriebeöl ist immer von Vorteil und auch nicht teuer ca 3€.

Nun kommen ein paar Arbeitsschritte die euren Geldbeutel nicht fordern:

1. Reinigt bei Bedarf mal die Zwischenräume der Kühlrippen von Zylinder- und Kopf. Nur wenn die Wärme die bei der Verbrennung entsteht gut abgeführt werden kann entsteht kein Hitzestau.
2. Der folgende Schritt ist mit sehr viel Vorsicht auszuführen. Ich hafte nicht für Schäden am Zylinder.
Besorgt euch einen dünnen spitzen Gegenstand und kratzt vorsichtig (wenn vorhanden) die Ölkohle Ablagerungen aus dem Auslass heraus. Achtet darauf das ihr nicht die Zylinderbeschichtung beschädigt. Anschließend müßt ihr sehrsorgfältig alle noch so kleinen Kohlestücke entfernen, da es sonst zu einem Lagerschaden komme würde.

Das war soweit der 3te Teil. Ich wünsche viel Spaß beim Schrauben.
Mfg Levithian

Angefügte Bilder:
Trick zum ZK lösen.JPG

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